Buchvorstellung am 24.03.23

Es war ein sehr schöner und rundum gelungener Abend der Vorstellung des aktuellen FriedensLeseBuches von Monika und Michael Höhn mit dem Titel „Pazifismus – Unsere Hoffnung auf Frieden“.

Am Freitag, dem 24. März wurde es voll in den Räumen der „Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Wiehl“ an der Hüttenstraße 1. Aufgrund der mehr als 100 anwesenden Gäste waren die Parkmöglichkeiten schon fast vollständig erschöpft.

Monika und Michael Höhn führten die Gäste durch ein sehr gemischtes und berührendes Abendprogramm, das aus Lesungen verschiedener Buchabschnitte bestand –  untermalt von musikalischen Beiträgen mit kurdischen, ukrainischen und russischen Liedern, sowie einem Panflötenspieler. Dazu Gospel und Friedenslieder und einer Glockenmeditation der buddhistischen Mönche und Nonnen aus dem EIAB (Europäisches Institut für angewandten Buddhismus) in Waldbröl.

Nach fast zweieinhalb Stunden beendete Michael Höhn das offizielle Programm und lud ein zu dem vielfältigen gemeinschaftlich erstellten Buffet. Hier bot sich auch die Möglichkeit zu intensiven Begegnungen. Diese Zeit wurde intensiv für viele und interessante Gespräche verschiedener Menschen und unterschiedlicher Kulturen genutzt. An diesem Abend wurden auch die ersten Bücher verkauft und signiert.

Abschließend betrachtet:  Die Kernbotschaft rund um das Thema Pazifismus – NIE WIEDER KRIEG! – einte die anwesenden Gäste.

Wenn auch Sie dieses Thema beschäftigt, dann könnte dieses FriedensLeseBuch – erstellt von mehr als 50 Autorinnen und Autoren  auf 424 Seiten – über den Tag seines Erscheinens hinaus Wirkung haben. In ihm sind alle wichtigen Positionen zu Gewalt, Frieden und Hoffnung zu finden.

Alle Fotos Gabriele Krüper

Presseberichte

„Das Ehepaar Michael und Monika Höhn setzt in seinem neuen Buch ein klares Bekenntnis.“

Frieden – was soll das denn? – Ein Streifzug durch das Buch von Monika und Michael Höhn.
Gabriele Krüper (72), Journalistin i.R.

Zur Entstehung dieses Buches

Anfang März 2022. Wir befinden uns an diesem friedlichen und paradiesischen Ort im Süden der wunderschönen Insel Mallorca, die uns inzwischen so vertraut ist.

Eigentlich beabsichtigen wir in dieser ersehnten Urlaubszeit, uns von „Pandemie“, Ausgangssperren, Einschränkungen mit Kontaktverboten und vielen deprimierenden Begebenheiten in den letzten beiden Jahren zu erholen und aufzutanken in dieser herrlichen Landschaft.

Wenige Tage zuvor – am 24.2.2022 – hatte die Invasion russischer Truppen mit einem großangelegten Überfall in die Ukraine begonnen. Bis zu diesem Zeitpunkt sind wir davon ausgegangen, dass wir die letzte Generation seien, die in Europa einen Krieg nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erleben würden.

Für uns unvorstellbar und unbegreiflich erfahren wir nun den Beginn eines neuen Krieges. Ein Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine mitten in Europa im Jahr 2022. Niemand hätte das für möglich gehalten. Die Menschen vor den Bildschirmen erleben virtuell Bombardierungen, Zerstörungen Flucht, Traumatisierung, Kriegsflüchtlinge, Tote und Gefangene.

Vor allem ältere Menschen befinden sich in einer Schockstarre , wissen sie doch aus den Erfahrungen der Kriege, dass jeder Tag, an dem weiter Bomben fallen und Menschen sinnlos getötet werden, weiterer Hass und Zwietracht geschürt werden. Die Perspektive auf ein erneutes friedliches Zusammenleben rückt in immer weitere Ferne.

Die meisten Menschen sind sich darüber einig, dass der Krieg in der Ukraine so schnell wie möglich beendet werden muss. Über das WIE gehen die Meinungen auseinander.

Die Informationen über diesen Angriffskrieg waren für uns trotz des Wissens um die Situation in der Ukraine seit 2014 erschütternd. Weltkrieg und Nachkriegszeit hatten wir beide noch erlebt und wogen uns in einer gewissen Friedens-Sicherheit seit der bedingungslosen Kapitulation am 8.Mai 1945.

„Der Krieg ist aus!“ hatten Deutschlands Zeitungen die Friedensbotschaft an diesem Tag verbreitet.

Sind wir Traumtänzer oder Utopisten, wenn wir als 78Jährige in Zeiten des Ukraine-Krieges auf Ostermärsche gehen, um Abrüstung zu fordern und eine gewaltfreie Unterstützung der Ukraine?  Sind wir naiv und realitätsfern, wenn wir gegen deutsche Waffenlieferungen und Milliarden-Pakete zur Aufrüstung der Bundeswehr an Protestveranstaltungen teilnehmen?

Ist die Sorge berechtigt, dass die NATO auch ohne ein direktes militärisches Eingreifen in den Krieg hineingezogen werden könnte und früher oder später zur Kriegspartei würde?

Wird dieser Krieg durch immer mehr Waffen beendet? Oder wird er sich sogar ausweiten, verlängern und radikalisieren? Wessen Interesse wird mit diesem Krieg bedient? Benötigen wir nicht die Gelder an anderer Stelle dringender? Wird sich nicht die soziale Ungleichheit weiter verschärfen, Armut schaffen und Menschen gesellschaftlich ausgrenzen?

Seit Beginn des Vietnamkrieges 1964 sind wir auf die Straße gegangen und haben demonstriert – gegen den Krieg und für den Frieden.

Wir haben im Laufe unseres Lebens zahlreiche Reisen unternommen. Dabei hatten wir häufig Einheimische an unserer Seite, die uns auch die dunkelsten Seiten ihrer Heimat gezeigt haben.

So sind wir auch in anderen Ländern mit den Auswirkungen von Hunger, Krieg, Flucht und Vertreibung hautnah konfrontiert worden.

Wie eintönig wäre unser Leben bisher gewesen, ohne die vielen persönlichen Begegnungen mit jungen und alten Menschen: während unserer Reisen, in unserer „buckligen Heimat“ des Oberbergischen, mit politisch und kirchlich Engagierten, mit Christen und Menschen aus anderen Religionen und auch solchen, die der Institution Kirche fern stehen.

Es war uns wichtig, unterschiedliche Meinungen auszutauschen, die es im Bereich der Friedens- und der Entwicklungszusammenarbeit immer wieder gegeben hat. Ebenso wichtig war es uns, auch nach Konfliktgesprächen, wieder zu einer konstruktiven Zusammenarbeit zu kommen.

Den Wunsch der Menschen nach Frieden haben wir in allen Gesprächen deutlich wahrgenommen.

Für Frieden, Soziale Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung gibt es deshalb für uns nur diesen einen Weg:

Pazifismus bleibt unsere Hoffnung auf Frieden!

Mit diesem persönlichen FriedensLeseBuch erinnern wir uns an Begegnungen und Aktivitäten während unseres langjährigen Engagements. Wir stellen unterschiedliche Positionen zur Diskussion, die auch in den zahlreichen Texten der Menschen, die an diesem Buch mitgewirkt haben, zum Ausdruck kommen.

Wir sind uns dessen bewusst, dass nicht alle Positionen geteilt werden.